Über die Arbeit der Ombudsstelle für Gleichstellung

(Vad gör DO?)

Die Ombudsstelle für Gleichstellung (DO) engagiert sich für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft. Das Ziel unserer Arbeit ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen – ungeachtet des Geschlechts, von Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder anderer Glaubensauffassung, Behinderung, sexueller Identität oder Alter – die gleichen Rechte und Möglichkeiten genießen. Um unser Ziel zu erreichen, untersuchen wir mutmaßliche Verstöße gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Zugleich achten wir darauf, dass Arbeitgeber und Bildungsträger ihrer Verpflichtung zur Bekämpfung und Prävention von Diskriminierung und zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten nachkommen.

1. Überwachung der Einhaltung des Antidiskriminierungsgesetzes

(Vi genomför tillsyn för att fler ska följa lagen)

Jährlich gehen bei uns rund 2000 Beschwerden ein, von denen ca. 200 Fälle Kontrollmaßnahmen nach sich ziehen. Dies bedeutet, dass wir eine Untersuchung einleiten und überprüfen, ob die Vorschriften des Antidiskriminierungsgesetzes eingehalten werden. Gegenstand einer solchen Untersuchung kann zum Beispiel ein Arbeitgeber, eine Kommune, ein Geschäft oder ein Krankenhaus sein.
Als Aufsichtsbehörde haben wir zudem die Möglichkeit, die zielgerichtete Arbeit von Bildungsträgern und Arbeitgebern zur Prävention von Diskriminierung und zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten zu überprüfen.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

(Hur går tillsynen till?)

Wenn uns ein Diskriminierungsfall oder ein erhöhtes Diskriminierungsrisiko gemeldet wird, leitet wir eine Untersuchung ein. Häufig beruhen die Informationen auf der Diskriminierungsmeldung einer Person, die sich persönlich diskriminiert fühlt.

Als Erstes kontaktieren wir die für das Unternehmen, die Organisation oder die Verwaltung verantwortliche Person und befragen sie zu einem bestimmten Vorfall. Möglicherweise stellen wir auch Fragen zu Richtlinien oder Arbeitsweisen, von denen wir glauben, dass sie zur Diskriminierung führen können.

Denkbare Fälle, in denen wir als Aufsichtsbehörde tätig werden, sind zum Biespiel:

  • ein Immobilienunternehmen, das von Wohnungsbewerbern eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung verlangt; dabei handelt es sich um eine Regel, die zur Diskriminierung von Wohnungssuchenden führen kann
  • ein Arbeitgeber, der während eines bestimmten Zeitraums ausschließlich Frauen einstellt
  • ein Krankenhaus, das einem Patienten mit Hörschwäche keinen Gebärdendolmetscher angeboten hat

Beschlussfassung

(Vår tillsyn leder till beslut)

Wir beenden unsere Untersuchungen jeweils mit einem Beschluss an das gemeldete Unternehmen bzw. die verantwortliche Person (z. B. das Immobilienunternehmen, den Arbeitgeber oder das Krankenhaus), in dem wir dazu Stellung nehmen, ob das Gesetz eingehalten oder dagegen verstoßen wurde. Der Beschluss kann auch Empfehlungen enthalten, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um weiteren Diskriminierungen vorzubeugen. Unsere Entscheidungen sind nicht rechtsverbindlich, können aber trotz allem dazu führen, dass eine diskriminierende Regel geändert oder eine andere Arbeitsweise eingeführt wird, um Diskriminierung zukünftig vorzubeugen.
Einige wenige Fälle werden von uns zur Verhandlung an das Gericht weitergeleitet (ca. 1 % aller Beschwerden). In dem Fall übernimmt die Ombudsstelle für Gleichstellung (DO) die Vertretung des Klägers und das Gericht fällt eine Entscheidung.

2. Unterstützung und Einflussnahme durch Wissensförderung

(Vi utvecklar kunskap för att stödja och påverka)

Die eingehenden Beschwerden werden von uns analysiert und statistisch erfasst. Unsere Forschungsbemühungen und der kontinuierliche Dialog mit der Zivilgesellschaft tragen zu einem besseren Verständnis von Diskriminierung bei. Auf Grundlage unseres fundierten Wissens entwickeln wir verschiedene Handlungswerkzeuge, um die Arbeit zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten und zur Prävention von Diskriminierung zu unterstützen.
Wir engagieren uns für eine diskriminierungsfreie und gleichberechtigte Gesellschaft, indem wir

  • Analysen und Berichte zusammenstellen, um Entscheidungsträger zu informieren und zu beeinflussen,
  • für Arbeitgeber unterstützende Handlungswerkzeuge zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten entwickeln,
  • für Schulungen und Informationen sorgen, um die Fähigkeit verschiedener Akteure zur Identifikation und Prävention von Diskriminierungsrisiken zu verbessern,
  • der Regierung Vorschläge zu Gesetzesänderungen unterbreiten und
  • mit anderen Behörden zusammenarbeiten, um konkrete Maßnahmen zu ergreifen.