Aktive Maßnahmen zum Schutz vor Diskriminierung

(Aktiva åtgärder för att förebygga diskriminering)

Das Antidiskriminierungsgesetz enthält nicht nur Bestimmungen, die eine Diskriminierung verbieten. Es verpflichtet Arbeitgeber und Bildungsträger auch dazu, mit positiven Maßnahmen aktiv zur Prävention von Diskriminierung sowie zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten beizutragen.

Vorbeugende Arbeit gegen Diskriminierung und zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten

(Förebygga diskriminering och främja rättigheter och möjligheter)

Das Antidiskriminierungsgesetz schreibt Arbeitgebern und Bildungsträgern die Durchführung positiver Maßnahmen als vorbeugende Arbeit gegen Diskriminierung und zur Förderung gleicher Rechte und Möglichkeiten ungeachtet des Geschlechts, von Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder anderer Glaubensauffassung, Behinderung, sexueller Identität oder Alter vor.

Systematische Arbeit gegen Diskriminierung in vier Schritten

(Kontinuerligt arbete mot diskriminering i fyra steg)

Die systematische Arbeit gegen Diskriminierung soll in einem kontinuierlichen Prozess erfolgen, der die folgenden vier Schritte umfasst:

  • Schritt 1: Identifizieren von Diskriminierungsrisiken – einschließlich des Risikos für Belästigungen und sexuelle Belästigungen – und von drohenden Repressalien (Bestrafung) oder anderen Faktoren, die zu einer Ungleichbehandlung oder Benachteiligung Einzelner führen könnten.
  • Schritt 2: Analysieren der Ursachen, die den identifizierten Risiken und Hindernissen zugrunde liegen.
  • Schritt 3: Maßnahmen ergreifen, um Diskriminierung vorzubeugen und gleiche Rechte und Möglichkeiten zu fördern
  • Schritt 4: Nachverfolgung und Auswertung der Arbeit

Die Arbeit soll in einem stetigen und fortwährenden Prozess erfolgen. Arbeitgeber und Bildungsträger mit mindestens 25 Angestellten müssen ihre Arbeit schriftlich dokumentieren.

Verantwortung des Arbeitgebers

(Arbetsgivarens ansvar)

Die systematische Arbeit gegen Diskriminierung in vier Schritten (Identifizieren, Analysieren, Maßnahmen ergreifen, Nachverfolgung) durch den Arbeitgebern soll in folgenden fünf Bereichen erfolgen:

  • Arbeitsverhältnis und Arbeitsumwelt
  • Gehalt und sonstige Anstellungsbedingungen
  • Anstellung und Beförderung
  • Aus- und Weiterbildung
  • Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Elternschaft

Weitere Bereiche, die in die systematische Arbeit einfließen sollten, sind

  • die Förderung der Chancengleichheit und Geschlechtsverteilung – auch auf Führungsebene
  • das Erstellen, Nachverfolgen und Auswerten von Richtlinien und Routinen zur Prävention von Belästigung, sexueller Belästigung und Repressalien
  • die Durchführung einer jährlichen Gehaltsstrukturanalyse

Verantwortung der Kinderbetreuungsstätte/Schule

(Förskolans och skolans ansvar)

In Kinderbetreuungsstätten und Schulen soll die systematische Arbeit gegen Diskriminierung in vier Schritten (Identifizieren, Analysieren, Maßnahmen ergreifen, Nachverfolgung) in sämtlichen Bereichen durchgeführt werden.

Auch das Erstellen, Nachverfolgen und Auswerten von Richtlinien und Routinen zur Prävention von Belästigung, sexueller Belästigung und Repressalien (Bestrafung) sollte in Kinderbetreuungsstätten und Schulen in die systematische Arbeit mit einfließen.

Verantwortung der Hochschule/Universität

(Högskolans ansvar)

In Hochschulen/Universitäten soll die systematische Arbeit gegen Diskriminierung in vier Schritten (Identifizieren, Analysieren, Maßnahmen ergreifen, Nachverfolgung) in folgenden fünf Bereichen erfolgen:

  • Zulassung und Rekrutierung
  • Unterrichtsformen und Organisation der Ausbildung
  • Prüfungen und Beurteilungen
  • Lehr- und Lernumgebung
  • Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft

Auch das Erstellen, Nachverfolgen und Auswerten von Richtlinien und Routinen zur Prävention von Belästigung, sexueller Belästigung und Repressalien (Bestrafung) sollte in die systematische Arbeit an Hochschulen/Universitäten mit einfließen.